Welt 01.02.2026
21:43 Uhr

„Eine Stunde mehr Arbeit in der Woche ist wirklich nicht zu viel verlangt“, findet Söder


Die Diskussion um die Frage, ob die Deutschen zu wenig arbeiten, ebbt nicht ab. Eine Stunde mehr Arbeit pro Woche würde der Wirtschaft „enorm viel“ helfen, befindet nun CSU-Chef Markus Söder – der zudem herausgefunden haben will, wann die Deutschen besonders häufig krank seien.

„Eine Stunde mehr Arbeit in der Woche ist wirklich nicht zu viel verlangt“, findet Söder

Die Arbeitnehmer in Deutschland sollten nach Ansicht des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder insgesamt mehr arbeiten. In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ sagte der CSU-Chef am Sonntagabend: „Eine Stunde mehr Arbeit in der Woche würde uns enorm viel Wirtschaftswachstum bringen und ist wirklich nicht zu viel verlangt.“ Söder unterstützte zudem die Forderung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. Er fände auch die Einführung eines sogenannten Karenztages bei Krankheit gut, sagte Söder weiter. Für Arbeitnehmer würde das bedeuten, dass sie am ersten Krankheitstag keinen Lohn bekämen. „An Brückentagen ist Deutschland immer etwas kranker als wann anders“, sagte Söder. Dagegen sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD): „Ich teile überhaupt nicht, dass die Deutschen zu wenig arbeiten.“ Die entsprechende, von der Union ausgelöste Diskussion gehe an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei. Schwesig wies zudem Forderungen aus der Union zurück, Sozialleistungen wie das Arbeitslosengeld zu kürzen, um so die Lohnnebenkosten zu senken. „Das Problem der hohen Arbeitslosigkeit ist nicht, dass die Menschen zu wenig arbeiten, sondern dass gerade ganz viele Stellen abgebaut werden und da muss der Kanzler ran“, fordert sie mit Blick auf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).